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Altgeräte und die IT-Sicherheit in Unternehmen

Lesezeit: 3 Minuten

Richtig entsorgen und Sicherheitslücken vermeiden

In regelmäßigen Abständen müssen in Unternehmen Geräte getauscht werden, auch damit die IT-Infrastruktur und die IT-Sicherheit eingehalten werden kann. Dadurch entsteht natürlich die Frage, was passiert mit den ganzen Geräten und wie kann sichergestellt werden, dass die Geräte und die Daten sicher entsorgt werden und vor allem der Zugriff darauf verhindert werden kann.

Gerade auf ausgemusterten Geräten schlummern oft noch sensible Unternehmensdaten, Zugänge und Systeme. Wer hier nicht sorgfältig vorgeht, riskiert Datenlecks, Compliance-Verstöße und Imageschäden. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie Altgeräte nach aktuellen IT-Sicherheitsrichtlinien sicher und rechtskonform entsorgen.

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Geräteinventur und Dokumentation

Bevor Geräte entsorgt werden, ist eine vollständige Inventarisierung entscheidend. Halten Sie fest, welche Geräte aussortiert werden, welche Daten darauf gespeichert sind und wer zuletzt Zugriff hatte. Dokumentieren Sie die weiteren Schritte zur Nachvollziehbarkeit und zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (z. B. Datenschutzgrundverordnung DS-GVO).

Sichere Datenlöschung: Mehr als nur „Papierkorb leeren“

Das bloße Löschen von Dateien reicht nicht aus, da Daten oft weiterhin rekonstruierbar sind. Setzen Sie auf professionelle Methoden:

  • Softwarebasierte Datenlöschung: Nutzen Sie zertifizierte Tools, die Daten mehrfach überschreiben (z. B. nach BSI-Standards). Für Festplatten und SSDs bieten sich professionelle Programme an.
  • Verschlüsselung vor Löschung: Falls möglich, verschlüsseln Sie Datenträger bereits während der Nutzung. So sind Restdaten ohne Schlüssel wertlos.
  • Physikalische Zerstörung: Bei besonders sensiblen Informationen empfiehlt sich zusätzlich die physikalische Vernichtung, etwa durch Schreddern oder Entmagnetisieren.

Systemzugänge und Lizenzen widerrufen

Vergessen Sie nicht, alle Zugänge, Benutzerkonten und Lizenzen, die mit dem Altgerät verknüpft sind, zu deaktivieren oder zu löschen. Dazu zählen auch VPN-Zugänge, E-Mail-Konten und Softwarelizenzen. So verhindern Sie unbefugten Zugriff nach der Entsorgung.

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Auswahl eines zertifizierten Entsorgungsdienstleisters

Geben Sie Altgeräte ausschließlich an zertifizierte Entsorgungsunternehmen weiter, die nachweislich datenschutzkonforme Prozesse anwenden. Lassen Sie sich die sichere Datenvernichtung schriftlich bestätigen (Vernichtungszertifikat).

Abschlusskontrolle und Nachweisführung

Führen Sie eine Abschlusskontrolle durch: Sind alle Daten sicher gelöscht, alle Zugänge deaktiviert und alle Schritte dokumentiert? Bewahren Sie alle Nachweise (z. B. Löschprotokolle, Zertifikate) revisionssicher auf.

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Sichere Entsorgung von Altgeräten als IT-Sicherheits-Baustein

Die sichere Entsorgung von Altgeräten ist ein zentraler Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie jedes Unternehmens. Wer professionelle Löschverfahren, klare Prozesse und zertifizierte Partner einsetzt, schützt nicht nur sensible Daten, sondern auch das eigene Unternehmen vor rechtlichen und finanziellen Schäden. Regelmäßige Schulungen und klare Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass die IT-Sicherheitsrichtlinien im Alltag gelebt werden.

Checkliste für die sichere Altgeräte-Entsorgung:

  • Geräteinventar anlegen und dokumentieren
  • Daten mit zertifizierten Tools löschen oder physikalisch vernichten
  • Systemzugänge und Lizenzen deaktivieren
  • nur zertifizierte Entsorger beauftragen
  • Abschlusskontrolle und Nachweise archivieren

Mit einem durchdachten Vorgehen bleiben Ihre Daten sicher – auch wenn die Hardware längst entsorgt ist.

Das Team von MC-Netzwerke betreut Steuerberater, Unternehmen und andere Organisationen bundesweit im Bereich Digitalisierung und unterstützt diese auch im Bereich IT-Sicherheit und Cloud-Lösungen. Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf und wir erstellen Ihnen gerne ein praxisnahes und individuelles Angebot.

Dieser Artikel dient zur allgemeinen Erstinformation, ersetzt keine fachliche und individuelle Beratung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Ihre IT-Lösung Schwachstellen hat, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

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